Mein Anteil für eine bessere Welt

Anteil bessere Welt

Wie kann ich die Welt verändern? Wie kann ich sie zu einem besseren Ort machen? Und wenn ich etwas in meinem Leben ändere, wird die Welt davon wirklich beeinflusst?

Vor etwa einem halben Jahr habe ich versucht einen Monat fleischfrei zu leben. Mein ganzes Leben lang habe ich Fleisch gegessen. Aber mit der Zeit wurde mein Konsum immer weniger: Es hat mir entweder nicht geschmeckt oder aber ich hatte einfach keine Lust darauf. Dann hat es eines Tages Klick gemacht und ich habe den Monat als Vegetarier ohne jegliche Probleme überstanden.

Deshalb habe ich weitergemacht. Ich habe weiterhin auf Fleisch verzichtet, mir aber immer gesagt, dass ich Fleisch essen darf, wenn ich es möchte. Dieser Moment trat nie ein. Ich habe mich immer mehr von Fleisch und Fisch entwöhnt und musste nur in der Heimat damit kämpfen eine vegetarische Mahlzeit zu bekommen (wir alle kennen unsere geliebten Omas doch).

Dann hat es wieder Klick gemacht. Ich habe auf einem Fair Fashion-Event gearbeitet und hatte am Empfang sehr viel Zeit über meinen Konsum in Sachen Kleidung nachzudenken. Wie nachhaltig lebe ich eigentlich? Will ich diese Fast-Fashion-Show überhaupt noch mitmachen?

Meine Ahnungslosigkeit und Ignoranz hat mich schnell getroffen

Wieso habe ich mich nie damit auseinandergesetzt? Wieso möchte ich der Welt etwas Gutes tun, indem ich kein Fleisch esse, kaufe aber dennoch Kleidung, hinter der ich eigentlich nicht stehen will?

H&M boykottiere ich schon, seit ich nach Köln gezogen bin. Dabei müsste ich genauso ZARA, Gina Tricot und Co. boykottieren. Aber ich habe es nie gemacht. Als Studentin sagt man sich andauernd, dass man später anfängt gut und nachhaltig zu leben. Wenn man genug Geld verdient, ist es so viel einfacher. Aber ist das nicht nur eine Ausrede? Wenn ich mir teure Schuhe kaufen kann, kann ich doch genauso teure nachhaltige Schuhe kaufen. Oder etwa nicht?

Ich möchte die Welt ein Stück besser machen

Auch wenn ich nur einen kleinen Anteil daran habe. Aber jeder tut, was er kann. Genau deshalb möchte ich meinen Konsum überdenken. Ich werde nicht meinen kompletten Kleiderschrank wegwerfen und Fair-Fashion einkaufen, denn das ist ganz sicher nicht nachhaltig. Stattdessen möchte ich langsam übergehen. Stück für Stück Kleidung kaufen, die ich mit gutem Gewissen tragen kann.

Die letzten Tage habe ich mein Zimmer umgeräumt und zahlreiche Sachen aussortiert. Ballast, der mich jedes Mal beim Betreten meines Zimmers gestört hat, ist nun weg. Mein Kleiderschrank ist übersichtlicher und ich fühle mich so viel wohler. Dieses „Immer mehr“ hat mich mental belastet. Wieso brauche ich 20 Shirts, wenn ich doch nur die gleichen fünf trage?

Genau deshalb soll mein Konsum durchdachter werden. Ob ich je zu 100% nachhaltige Kleidung besitzen werde, ist fraglich. Aber mein Wille ist da. Ich möchte etwas verändern und der Welt zu mehr Nachhaltigkeit verhelfen.

Wie siehst du das Ganze? Ist es dir wichtig, woher deine Kleidung kommt? Denkst du daran, dass du die Welt auch verbessern könntest? Oder glaubst du, dass du allein nichts bezwecken kannst?


  1. Franzi

    11 September

    Liebe Vita,
    Ich finde es richtig, darüber nach zu denken wie wir unserem Planeten helfen können. Ob das nun unser Essverhalten, Kleidungskonsum oder Müllverhalten ist.
    Ich zu meinem Teil kaufe nun zwar nicht nur Fair-Fashion, trage dafür aber alle Kleidungsstücke sehr sehr lange, der größte Teil meines Schrankes ist schon mindestens fünf Jahre alt. Und selbst wenn es dann schon so abgetragen ist, dass es eigentlich weg gehört , nutze ich es noch als Lappen oder ähnliches, um es weiter zu nutzen. Wenn ich shoppen gehe, frage ich mich auch immer, ob ich Stück xy wirklich brauche bzw. nutze Stoffbeutel oder Rucksack statt der obligatorischen Plastiktüte. Bei teureren meist auch nachhaltig produzierten Stücken nutze ich auch gerne Feierlichkeiten wie Geburtstag oder Weihnachten, und wünsche es mir.
    Beim Essverhalten verzichte ich zwar nicht auf Fleisch oder Fisch, versuche hier aber nachhaltige/regionale Produktion zu unterstützen, in dem ich auf dem Markt meine Waren kaufe oder eben meinen Aufschnitt an der Theke kaufe, um die Großpackungen zu vermeiden, bei denen ich eh nicht alles schaffen würde. Denn ich hasse es Lebensmittel weg zu schütten.
    Wo wir auch schon bei der Müllvermeidung sind. Ganz zero waste könnte ich glaube ich nicht, versuche aber alles so lange zu nutzen bis es wirklich nicht mehr zu verwenden ist, ob nun bei Kleidung oder technischen Geräten oder sonstigem. Ich bin derzeit beim Umziehen und war schon sehr glücklich darüber das kaum Müll angefallen ist, was auch einen durchaus durchdachten Konsum auszeichnet. Wenn ich mich von noch gut nutzbaren Gegenständen trennen möchte, verschenke oder spende ich diese immer, damit sich noch jemand anderes darüber freuen kann.

    Ich denke, es sind immer die kleinen Schritten die entscheiden sind. Und wenn wir alle auch nur wenigstens die kleinen Schritten machen würden, dann könnten wir unserem Planeten schon weiter helfen.
    Ich finde es wichtig, dass du solche Themen aufgreifst und freue mich sehr darüber.
    Liebe Grüße
    Franzi

    • Vita

      11 September

      Vielen Dank dir, Franzi 🙂 Ich habe größten Respekt davor, dass du so bewusst einkaufst und konsumierst. So weit wäre ich gerne! Aber wie du auch sagst: Die kleinen Schritte sind entscheidend. Tatsächlich mache ich bisher nur Dinge, die mir „leicht“ fallen. Also auf Fleisch verzichten und bei der Kleidung auf die Herkunft achten. Aber man kann dem Planeten auch mit anderen Wegen helfen, was du wirklich schön zeigst 🙂 Bei der Müllvermeidung muss ich mich noch sehr bessern, das weiß ich. Und das ist auch nicht mehr so bequem, aber ich werde es auf alle Fälle angehen!

      Liebe Grüße,
      Vita

  2. Hallo!
    Ich finde Deinen Artikel toll und sehe es auch so wie Du: Jeder wie er kann und mag. Es ist einfach ein schönes Gefühl, wenn man kleine Schritte unternimmt und sich und seinen Konsum hinterfragt. Ich finde, da tut man schon mehr als viele Andere.
    Es ist auch wie bei Dominosteinen, eine Veränderung in einem Lebensbereich zieht oft Veränderungen in anderen Bereichen nach sich. Bei mir fing es mit Naturkosmetik an, dann ging es zu Lebensmitteln und nun auch Fair Fashion. Spannend. Mal schauen, wohin es noch so führt…;-)
    Liebe Grüße,
    Meike

    • Vita

      11 September

      Vielen Dank dir, Meike 🙂 Der Vergleich mit den Dominosteinen ist richtig gut und stimmt auch! Bei mir hat es ganz klein angefangen und zieht sich wirklich langsam immer mehr durch meine Lebensbereiche 🙂

      Liebe Grüße,
      Vita

  3. Christina

    11 September

    Toller Artikel! Ich finde es total cool zu sehen wie immer mehr Menschen ihr Verhalten reflektieren & bereit sind auch Ändrungen vorzunehmen, die vielleicht nicht ganz einfach sind.
    Keiner kann alles machen, bzw alles auf einen Schlag zu ändern ist halt auch echt schwierig, aber ich schätze jeden Menschen, der bemüht ist für ‚eine bessere Welt‘ zu sorgen. Kleine Schritte können in der Summe große Unterschiede machen.
    Ich Versuche mir immer zu sagen, dass es keine Aufgabe ist, sondern ein Privileg, dass wir uns entscheiden können. 🙂

    • Vita

      11 September

      Danke dir! Ich glaube ohne das Bloggen und den Einblick in das Leben anderer wäre ich in meinem Denken auch noch nicht so weit, wie ich es jetzt bin. So habe ich mich immer mehr mit dem Thema auseinandersetzen können und mir meinen Konsum bewusst machen können. Und dass wir das Privileg haben, ist wirklich ein guter Ansatz. Den merk ich mir! 🙂

  4. Neri

    11 September

    Ich habe oft den Gedanken, mehr zu tun, um „die Welt zu verändern“. Vordergründig nachhaltiger leben, sich der Umwelt bewusster machen. Leider glaube ich, dass das im Alltag nicht immer gelingt.

    Neri

    • Vita

      11 September

      Da hast du recht. Teilweise ist es bei uns in der Kantine schon schwierig etwas leckeres Fleischfreies zu finden, wenn das einzige vegetarische Gericht am Tag nicht lecker ist. Allerdings findet man sicher so oder so seinen Weg, wir haben schließlich die Wahl 🙂

      Liebe Grüße,
      Vita

  5. Tiffany

    11 September

    Ich finde es schön, dass sich immer mehr Menschen Gedanken über ihre Um- und Mitwelt machen. 🙂 Ich bin seit zwei Jahren Vegetarierin, seit einem halben Jahr sogar vegan – und mir fehlt es an NICHTS. Es gibt inzwischen so viele gute Ersatzprodukte, dass es nicht mehr nötig ist Tiere leiden lassen zu müssen. Abgesehen davon gibt es inzwischen unendlich viele Studien die belegen, dass vegane Ernährung unglaublich gesund ist, weshalb sie gerade sogar bei Fleischessern zum Trend wird. Ich boykottiere außerdem alle Nahrungsmittel in denen Gentechnik drin ist, was meinen Konsum tatsächlich um einiges mehr einschränkt als das vegane Dasein. 😀 Man informiere sich nur einmal über Monsanto und weiß sofort, dass man fast nichts mehr im Supermarkt kaufen kann ohne Gentechnik, da dieser Riese einfach mal Zulieferer für jeden Konzern ist. Aber will ich das? Will ich, dass auf dieser Welt irgendwann nichts mehr natürlich ist und Dinge unterstützen, deren Spätfolgen heute noch nicht einmal ansatzweise abzusehen sind, da wir zwar gentechnisch veränderte Lebensmittel in uns rein stopfen aber unsere eigene DNA noch nicht einmal verstehen??? Ich verstehe diese arrogante und hochnäsige Menschheit nicht, die glaubt alles zu wissen und ohne Rücksicht auf Verluste aus Profitgier handelt. Aber nun gut, so ist es nun mal im Moment. Aber ich glaube ganz fest daran, dass es besser wird. Das sehe ich an Menschen wie dir. Menschen, die sich immer mehr Gedanken darüber machen, wie sie leben und wo uns das alles hinführen soll.
    Vielen Dank für deinen tollen Post! 🙂

    Ganz herzliche Grüße, Tiffy

    • Vita

      11 September

      Hey Tiffy, das Thema Monsanto hat mir bisher noch gar nichts gesagt. Danke also, dass du es hier erwähnt hast! Ich werde mich direkt schlau machen 🙂 Respekt auch an dich, ich würde es gerne auch noch so weit schaffen! Bis ich aber komplett auf tierische Produkte verzichten kann und so bewusst essen kann wie du, wird es wohl noch ein langer Weg, den ich aber bereit bin zu gehen 🙂

      Liebe Grüße,
      Vita

  6. Dunja

    11 September

    Hey Vita,

    gute Gedanken und guter Post!
    Ich denke, die kleinen Schritte sind genau richtig, wir sind ja alle nur Menschen. Als Student kann man nicht von heute auf morgen seinen ganzen Kleiderschrank umkrempeln (auch wenn ich das soooo gern mal machen würde 😀 ) aber wenn einfach die Teile die nachkommen fair und nachhaltig sind, dann wandern die älteren Teile nach und nach aus 🙂

    Liebe Grüße, Dunja

    • Vita

      11 September

      Hey Dunja, ja genau so seh ich das auch 🙂 Ich denke, jeder sollte tun, was er in seinen Maßen kann. Manchmal würde ich meinen Kleiderschrank auch einfach komplett austauschen, weil ich meinen Stil gerne ändern würde, aber das ist natürlich Wunschdenken 😀

      Liebe Grüße,
      Vita

  7. Tabea

    11 September

    Also ich achte bei Kleidung darauf, nur im Notfall was neues zu kaufen. Bei allen Dingen, die ich nicht gaaaanz dringend brauche, stöbere ich nur in Second-Hand-Läden, da es ja am schonensten für die Umwelt ist, wenn nichts zusätzlich neu produziert werden muss. Bei H&M und all den anderen Ketten kaufe ich gar nicht mehr ein… aber das habe ich auch früher nie in Massen.

    Also generell achte ich darauf, viel Biolebensmittel zu kaufen, wenig neue Kleidung in den Schrank wandern zu lassen und esse seit einem halben Jahr kein Fleisch mehr, weil ich es nicht vermisse und mich sowieso vor Fleisch ekele, wenn ich das Tier nicht persönlich gekannt habe und weiß, dass es ein gutes Leben hatte.

    Ansonsten radele ich mit dem Fahrrad zum Einkaufen und gehe innerhalb der Stadt auch immer zu Fuß oder nehme das Rad.

    Das ist mein Mini-Beitrag für eine bessere Welt.

    Deine Entscheidung gehen Fast Fashion finde ich super! Und die Tatsache, dass du nicht alles alte einfach weg wirfst und ersetzt, sondern diesen Prozess allmählich ablaufen lässt, ist noch besser 🙂

    Liebe Grüße

    • Vita

      11 September

      Hey Tabea, da bist du wirklich vorbildlich! Ich habe es nicht immer so gemacht wie heute, aber sehe es wie gesagt als Prozess an, der wohl auch nie beendet sein wird 🙂 Leider hatte ich auch Phasen, wo ich bei Primark und Co. eingekauft habe, aber immerhin hat es irgendwann Klick gemacht!
      Danke dir auch immer für deine Kommentare! Ich finde es wirklich spannend zu lesen, wie du denkst und freue mich immer sehr über dein Feedback 🙂

      Liebe Grüße,
      Vita

  8. Andrea

    12 September

    Sehr interessantes Thema über das ich auch schon viel nachgedacht habe. Ich persönlich habe für mich eine denke ich ganz gute Balnce gefunden. Ich kaufe zB Kleidung und Schuhe aber auch zB DvDs nur noch nach Listen über die ich lange nachgedacht habe im Sinne von : Will ich das wirklich? etc. Bücher zB kaufe ich fast komplett Second Hand.

    Bei der Ernährung würde ich sagen dass ich zu 70 % vegan bin -Eier und Milch bekomme ich nicht mehr runter -ganz selten wenn etwas verarbeitet ist zB in Kuchen. Allerdings könnte ich nie komplett auf Käse verzichten und auch einen Burger esse ich öfters. Genauso gerne mag ich Starbucks. Ich versuche aber immer wenn dann Qulität zu kaufen,auf unnötige Verpackungen zu verzichten…

    Es ist wie gesagt meine persönliche Herangehensweise..aber das Thema ist auf alle Fälle wichtig! Und jede kleine Schritt zählt <3

  9. Amely Rose

    13 September

    so ein schöner post,
    ich finde es gerad ebei uns fashionistas so wichtig 8mindestens) auf die nachhaltigkeit der kleidung zu achten.
    ich habe damit relativ früh angefangen, zwar nicht in erster linie wegen der nachhaltigkeit oder da die schneiderinnen gut bezahlt werden…
    sondern da diese kleidung tatsächlich einzigartiger ist als aus den 0-8-15 shops 🙂
    aber immerhin war das mein erster schritt in die letzten endes richtige richtung

    with love your AMELY ROSE

  10. Mir gefällt, dass sich immer mehr Menschen mit Nachhaltigkeit beschäftigen. Ich beispielsweise verwende zum Großteil Naturkosmetik, kaufe Lebensmittel am liebsten bio von Bauern in der Region, verwende Biowaschmittel, Biospülmittel, recyceltes Toilettenpapier, usw., schaue, dass ich zum Einkaufen einen Korb oder einen Stoffbeutel mitnehme. Faire Kleidung habe ich bis jetzt noch keine gekauft, aber ich trage dafür meine Kleidung sehr lange und kaufe mir selten was neues zum Anziehen. Ich habe viele Teile in meinem Schrank, die ich schon einigen Jahre habe und immer nach trage, weil diese sehr zeitlos sind.
    Fleisch esse ich schon, aber sehr selten und bevorzugt bio und aus der Region.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

INSTAGRAM
KNOW ME BETTER