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Wie das Bloggen mich zu einem ausgeglichenerem Men...

Wie das Bloggen mich zu einem ausgeglichenerem Menschen gemacht hat

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Kennt du das? Du bist wütend wegen einer Situation, die du nicht ändern kannst, und sie staut sich immer mehr in dir auf. Je mehr du darüber nachdenkst, desto wütender wirst du und desto mehr beschäftigt dich die Sache. Vielleicht platzt du eines Tages und du wirst es nicht mehr zurückhalten können. Oder es frisst dich von innen auf und es geht dir immer schlechter.

Auch ich kenne solche Momente. Manchmal sind sie zu klein, um angesprochen zu werden. Manchmal sind sie aber auch schon viel zu groß und es gibt kein Zurück mehr. Aber trotzdem muss ich diese Last loswerden. Und das mache ich, indem ich schreibe.

Ich schreibe, was mich bedrückt. Was mich beeindruckt. Was mich zerstört.

Bloggen ist wie eine Therapie für mich. Ich kann meine Probleme runterschreiben und mich von dem Ballast befreien, der mich ansonsten täglich begleiten würde. Wenn ich einen schlechten Tag habe, brauche ich meine Laune nicht an einer geliebten Person auszulassen, sondern kann all meine Gefühle in einen Beitrag stecken. Meine Emotionen, ob positive oder negative, verarbeite ich in Posts.

Früher nahm ich mir so vieles zu Herzen, wollte alles ausdiskutieren und immer mit allen Menschen gut stehen. Mittlerweile weiß ich, dass das gar nicht jeder will und ich mir gar nicht erst die Mühe machen sollte. Aber dennoch möchte ich meine Gedanken loswerden. Freunde und Familie sind die eine Sache, aber am besten hilft mir der Weg des Schreibens.

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Ich fasse meine Gedanken in Worte und kriege einen neuen Blickwinkel. Verstehe plötzlich, wie solch eine Situation entstehen konnte und kann das Kapitel schließen. Ein Blog ist wie eine Art Tagebuch. Nur schreiben wir mit Metaphern, Pseudonymen und wir verallgemeinern. Wir kriegen den nötigen Abstand zu der Situation und können einmal durchatmen, weil die Last weg ist.

Selbstreflexion ist ein wichtiger Bestandteil in unserem Leben und das gelingt besonders gut, wenn wir es schaffen uns von außen zu sehen. Nicht mehr ganz so parteiisch zu sein und die Geschichte anders zu betrachten. Genau zu all dem verhilft mir mein Blog.

All die Geschichten auf den Blogs sind traurig-schön. Denn auch wenn sie reflektiert sind und wunderbar geschrieben wurden, so haben wir sie doch tatsächlich erlebt. Zweifel, Trennungen und Trauer. Das alles haben wir wirklich erlebt und schreiben es nieder. Damit wir es mit der Welt draußen teilen können und damit es nicht mehr unsere eigene Seele belastet.

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Ich bin ausgeglichen.

So ausgeglichen, wie ich lange nicht mehr war. Manchmal geht auch mein Temperament mit mir durch, aber in den meisten Situationen schaffe ich es, cool zu bleiben. „Choose your battles wisely“ ist ein Spruch, der es gut trifft. Ich lasse mich nicht mehr reizen und wenn eine Freundschaft zu Ende ist, dann ist sie zu Ende. Wenn etwas nicht so klappt, wie es sollte, dann ist es so. Ich kann mich nicht daran aufhängen, wenn es rückblickend nur fünf Minuten meines Lebens einnehmen wird. Warum sollte ich dann meine Zeit damit verschwenden?

Das Schöne am Bloggen: Ich halte keinen Monolog. Ich kriege Antworten. Zustimmungen. Aber auch Kritik. Ich schreibe mir nicht nur meine Probleme runter, sondern bekomme auch noch Ratschläge. Wie bei einem Gespräch mit einer guten Freundin. Und ich bin froh, dass ich diesen Weg für mich gefunden habe. So kann ich selbst die schlechtesten Erinnerungen in etwas Positives verwandeln. Dafür bin ich dankbar.


  1. Dunja

    14 September

    schöner Beitrag Vita 🙂
    Der eigene Blog ist einfach ein kleiner Ort im Internet, an dem man machen kann, was man möchte und den man nach eigenen Wünschen gestalten kann. Früher hab ich auch manchmal Tagebuch oder so was ähnliches geschrieben aber war danach meistens irgendwie unzufrieden, weil es nicht richtig „raus“ war – beim Bloggen ist das anders.. 🙂
    schönen Urlaub dir!
    Liebe Grüße, Dunja

  2. Hi =)
    Sehr schöner Post! Ich finde, schreiben ist wie eine Art Therapie – oft bekommt man eine ganz andere Perspektive, wie du schon sagst. Auch Rückmeldung zu bekommen und die Gedanken anderer zu lesen, finde ich immer toll. Wie wahrscheinlich jeder kleine Blogger freue auch ich mich über jeden neuen Follower und jeden Kommentar.
    Mach weiter so mit deinen persönlichen Beiträgen!
    Liebe Grüße
    Susi

  3. Conny

    14 September

    Ein toller und irgendwie auch sehr persönlicher Beitrag. Aber genau das macht ja jeden Blog einzigartig und toll: die Menschen dahinter und ihre „Geschichten“. Und sehen wir der Wahrheit ins Gesicht: jeder Blogger hat irgendwas zu sagen. Deshalb hat er ja einen Blog. Deshalb schreibt er. Sei es eine Rezension oder nur Bilder =) Das ganz persönliche Tagebuch <3
    Liebste Grüße

  4. Sabine

    15 September

    Das kann ich fast genauso unterschreiben! Noch bringe ich nicht die Zeit und Energie auf, alles niederzuschreiben, aber wenn ich es mache, geht es mir genau wie dir. <3

  5. Tabea

    18 September

    Das Bloggen hat auf mich wohl eine ähnliche Auswirkung. Ich kann mich aufregen so sehr ich mag, ich kann schwärmen, wenn ich möchte. Und falls jemand von diesen Ausbrüchen genervt ist, braucht er sie einfach nicht lesen.
    Und trotzdem lesen es eben so viele und geben Tipps ab, weisen auf Argumentationslücken hin, loben, bewundern, kritisieren, was auch immer. Ich liebe diesen Austausch – auch, weil ich das Gefühl habe, dass er ehrlich ist. Einer guten Freundin traut man sich vielleicht nicht, zu sagen, dass etwas nicht so schön geschrieben ist oder eine Handlung blöd war. Aber wenn ein fremder das nett in einem Kommentar anmerkt, dann wird es wohl stimmen? Und auch Lobe werden wohl ehrlich sein, denn warum sollte man wildfremden Komplimente machen, wenn man sie nicht ehrlich meint?

    Liebe Grüße

  6. Hannah

    20 September

    Super Text, super treffend!!
    Danke. 🙂

    Hannah
    (https://hannahvaavalencia.wordpress.com/)

  7. Marilyn

    25 September

    schöner Post! sehe das genauso wie du. auch ein großes Kompliment für dein tolles Blog Layout 🙂
    Liebe Grüße!
    Marilyn 🙂

    http://www.marybeniga.com

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