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Warum dir manche Dinge einfach egal sein sollten

Warum dir manche Dinge einfach egal sein sollten

Hände hoch: Wer liegt abends immer wach und grübelt über die Sachen, die man gesagt, getan oder erlebt hat? Ich zähle mich selber gerne zu diesen Menschen. Was hätte ich anders machen können, damit ich nun nicht in dieser Situation bin? Was hätte ich sagen sollen oder lieber doch verschweigen? 

Früher, achja früher, da hätte ich versucht an jeder Freundschaft festzuhalten und Menschen zur Rede zu stellen. Ich hätte dreimal überlegt, ob ich diese Freundschaft über Bord schmeiße und ob ich mich von diesem Kleid trennen soll. Nun mache ich einfach.

Ich habe gemerkt, dass manche Sachen nicht wichtig genug sind, um sich über sie aufzuregen oder ihnen hinterherzutrauern. Wenn jemand auf der Rolltreppe links statt rechts steht und ich nicht daran vorbeikomme, warte ich einfach oder mache mich kurz bemerkbar. Wenn jemand Gerüchte sät, um mich zu verletzen, ignoriere ich es einfach. Wenn jemand einen beleidigenden Kommentar abliefert, bleibe ich einfach sachlich.

Manche Dinge sollten uns einfach egal sein.

Manchmal schalte ich komplett ab, wenn ich weiß, dass es keinen Sinn macht. Wieso über etwas aufregen, das du sowieso nicht ändern kannst? Wieso Zeit verschwenden für etwas, dass du nicht ändern kannst? Stattdessen sollten dir manche Dinge einfach egal sein.

Es ist so viel einfacher, wenn man sich nicht alles zu Herzen nimmt und man nicht Tag und Nacht über die falsche Entscheidung, von vor drei Wochen nachdenken muss. Denn ganz ehrlich: Wird es in einem Jahr noch wichtig sein? Ich bezweifle es.

Die wenigsten Dinge beeinflussen unser Leben auf eine markante Art und Weise. Es sind eher unsere Entscheidungen, die unser Leben Tag für Tag leicht umformen. Angefangen von der Wahl des Frühstücks bin hin zu den Schuhen, die man heute anzieht. Aber eine entscheidende Sache können wir ganz einfach umgehen.

Es einfach sein lassen.

Wir brauchen uns nicht aufregen. Wir können auch mal etwas ignorieren. Es einfach sein lassen. Beschäftigen wir uns lieber mit wichtigen Dingen, als den Kopf über Kleinigkeiten zu zermartern.

Es ist mir mittlerweile egal, ob falsche Tatsachen auf den Tisch gelegt werden. Ich weiß mich zu verteidigen, aber ich nehme es nicht mehr persönlich. So viele Dinge sollten einem einfach mal egal sein. Dann wäre das eigene Leben viel entspannter. Nicht jeder kann uns mögen. Nicht alles kann uns stehen. Und nicht immer wird alles gut gehen.

Statt uns mental zu belasten, müssen wir handeln. Die Situation ändern oder ins Reine mit ihr kommen. Aber nicht das „Was wäre wenn“-Spiel spielen. Das raubt uns nur Zeit und Kraft. Und diese können wir für viel schönere Sachen einsetzen.

 


  1. Carolin

    9 Oktober

    Du hast so recht! Ich liege auch oft im Bett und frage mich „was wäre wenn…“ oder ärgere mich über nichtiges Zeug. Aber es lohnt sich echt nicht, sich ständig in alles so reinzustressen. Das kostet letztendlich nur Zeit und Energie.

  2. Anna

    9 Oktober

    Was ein wundervoller Beitrag du sprichst mir buchstäblich aus der Seele 🙂
    Ganz liebe Grüße,
    Anna von http://simplicitybyanna.blogspot.de/

  3. Du fasst mit diesem Artikel gerade meinen letzten Entwicklungsschritt zusammen. Ich bin gerade dabei genau das zu beherzigen. Mir nicht mehr so viel zu Herzen zu nehmen, eben nicht mehr mit Ach und Krach an Freundschaften festzuhalten, die eigentlich keine mehr sind, oder Menschen zur Rede zu stellen. Ich merke jetzt schon, das mir es dabei sehr viel besser geht. Ich hoffe, ich kann diesen Weg weiter beherzt gehen, herzlichen Gruß, Sandra aus dem Sommerzimmer .

  4. Feli

    9 Oktober

    AMEN 😉 Liebe Grüße, Feli von http://www.felinipralini.de

  5. Tabea

    9 Oktober

    Liebe Vita,

    dieser Post ist 1. wundervoll, weil er so viel Wahrheit enthält, und 2. kommt er irgendwie genau im richtigen Moment.

    Gerade ärgere ich mich nämlich über die wiederkehrende Unzuverlässigkeit meiner beste Freundin. Alle 14 Tage machen wir die gleiche Situation durch und von ihr gibt es dann eine Entschuldigung und das Versprechen, dass das nicht mehr vorkommt. Ich könnte wirklich heulen, weil ich so Angst habe, dass das unserer Freundschaft irgendwann schadet…

    Aber eigentlich finde ich, dass du völlig Recht hast, und man sich so wenig wie möglich aufregen sollte. Bei einigen Dingen bin ich inzwischen auch entspannter geworden, vor allem was Menschen angeht, die ich kaum oder nicht kenne. Die dürfen mich gern nicht mögen und auch über mich herziehen, solange ich glücklich bin und auch Freunde habe, die mich so mögen, wie ich bin.
    Auch wenn mich ein LKW ausbremst, bin ich inzwischen gelassener, und auch sonst versuche ich gerade eher, meine Probleme zu lösen und das Leben anders zu genießen, als mich aufzuregen. Aber immer klappt es leider noch nicht… ich arbeite dran!

    Liebe Grüße

  6. Dunja

    10 Oktober

    Danke Vita, der Text kommt für mich gerade im richtigen Moment 🙂
    Über die Vorbereitungskurse und die erste Woche Studium hab ich bisschen meine Leichtigkeit und meine Sicherheit verloren – ein bisschen mehr egal für die Meinungen anderer oder für was wer wie gesagt hat ist immer gut 🙂 Danke!

    Liebe Grüße, Dunja

  7. bknicole

    10 Oktober

    Ich bin ja auch einer dieser Menschen, die ständig am Nachdenken sind und sich genau über solche Dinge, viel zu oft einen Kopf macht. In manchen Dingen bin ich entspannter geworden. Gerade was Freundschaften anbelangt, früher habe ich auch um jede gekämpft, selbst wenn von der anderen Seite schon gar kein Interesse mehr kam oder sie mir nicht gut tat, heute ziehe ich dann einfach die Reißleine und trenne mich von Menschen, die mir nicht mehr gut tun. Ist gesünder, denn manchmal da sind Menschen einfach nur bestimmt, eine gewisse Zeit in deinem Leben zu sein und dich auf einem bestimmten Weg zu unterstützen. Oder aber manchmal verändert man sich einfach zu stark und lebt sich einfach auseinander. So ist das Leben nun mal.

    Wo ich mir aber noch zu viele Gedanken mache sind Kommentare und Entscheidungen. Aber da arbeite ich dran.

  8. Andrea

    11 Oktober

    Wunderbarer Beitrag! Früher habe ich mich,ohne Witz,schon gewundert wenn hinter mir Leute gelacht haben und krass alles auf mich bezogen. Teilweise hat es sicher mit dem Mobbing von früher zu tun aber auf der anderen Seite ist es totaler Quatsch..es gibt ja millionen Gründe warum jemand lachen könnte. Man darf wirklich nicht zu viel über alles nachdenken..am Ende ist es doch nur wichtig was wir selbst über uns denken. <3

  9. […] der Beitrag von Carlolin zum Thema „Perfekt ist langweilig“ an und ähnliches gilt für Vitas Empfehlung, dass einem manche Dinge einfach egal sein […]

  10. Jul

    22 Januar

    Ja aber was kann man tun? Sowas geht nicht von heut auf morgen.. :/

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