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Wieso du deinen Blog als Gewerbe anmelden solltest...

Wieso du deinen Blog als Gewerbe anmelden solltest: Erste Schritte + Tipps

blog als Gewerbe anmelden
Wenn du selber bloggst, hast du sicher schon einige Male den Begriff „Gewerbe“ gelesen. Fragst du dich nun, was das ist und ob du deinen Blog auch als Gewerbe anmelden solltest? Warum du deinen Blog als Gewerbe anmelden solltest, klären wir jetzt.

Wann sollte ich meinen Blog als Gewerbe anmelden?

Die einfache Antwort: Wenn du mit deinem Blog Geld verdienst.

Die schwierige: Auch wenn du (nur) Produkte von Firmen zugeschickt bekommst, zählt dies als Verdienst. Sobald du also Post von Marken oder Agenturen bekommst oder auf einem Bloggerevent eine Goodiebag erhältst, musst du das angeben. Eigentlich gilt allein schon die Intention Geld zu verdienen als Grund. Daher sollte jeder Blogger seinen Blog als Gewerbe anmelden.

Wie melde ich meinen Blog als Gewerbe an?

Um deinen Blog als Gewerbe anzumelden, musst du zur Stadtverwaltung oder zum Gewerbeamt. Google am besten deine Stadt und den Begriff „Gewerbeanmeldung“. Innerhalb weniger Sekunden solltest du wissen, wohin du gehen musst.
Die Anmeldung selbst kostet zwischen meist 20 und 30 Euro. Die Anmeldepreise können sich von Ort zu Ort unterscheiden, ich musste zum Beispiel 20 Euro zahlen.
Du kannst bereits vorher das Anmeldeformular ausfüllen. Wenn du dir an manchen Stellen unsicher bist, wird die Anmeldestelle weiterhelfen.

Worauf sollte ich bei der Gewerbeanmeldung achten?

Verdienst du unter 50.000 Euro im Jahr, kannst du dein Gewerbe als Kleinunternehmen anmelden. Mit der Regelung musst du keine Umsatzsteuern zahlen. Gemäß §19 UStG  kannst du dann als Kleinunternehmer arbeiten.
Achte bei der Wahl deiner Tätigkeit darauf, dass sie nicht zu genau ist. „Dienstleistungen im Internet“ steht beispielsweise auf meiner Anmeldung. Mit der Bezeichnung kann ich mich ausweiten und bin nicht nur aufs Bloggen fixiert.

Welche Vorteile habe ich, wenn ich ein Gewerbe anmelde?

Hast du deinen Blog als Gewerbe angemeldet, kannst du Rechnungen stellen. Du hast deine eigene Steuernummer, die du auf Rechnungen angeben kannst, und musst nicht mehr auf die Gutschriften deiner Kooperationspartner warten.
Außerdem bist du rechtlich auf der sicheren Seite.

Welche Pflichten habe ich, wenn ich ein Gewerbe anmelde?

Einmal im Jahr musst du beim Finanzamt eine Steuererklärung abgeben. Das klingt zwar kompliziert. Ist es aber gar nicht. Solltest du mehr als 17.500 Euro im vorherigen Jahr und mehr als 50.000 Euro im laufenden Jahr verdienen, musst du Umsatzsteuern zahlen.

Was passiert, nachdem ich meinen Blog als Gewerbe angemeldet habe?

Welche Schritte du nach der Gewerbeanmeldung gehen musst, klären wir im nächsten Beitrag.

Weitere Beiträge zu dem Thema:

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  1. Christopher

    23 August

    Hallo Vita! Bis später! 🙂
    Chris

  2. Miriam

    23 August

    Wow, das ist ein guter Post. Ich stehe zwar erst am Anfang und lebe zur Zeit auch in einem anderen Land, aber wenn mein Blog mal größer werden sollte, werde ich auch ein Gewerbe anmelden, danke für den tollen Post 🙂

  3. Ella

    23 August

    Ah, darauf habe ich ja nur gewartet 🙂 Ich konnte meinen Blog leider noch nicht als Gewerbe anmelden, da ich kommende Woche umziehe. Ich hätte ihn dann wieder hier ab- und dort anmelden müssen und hätte das dreifache bezahlt. Nun melde ich ihn kommende Woche an und gut ist 🙂
    Liebe Grüße 🙂

  4. Conny

    23 August

    Danke für den Post, das hat mich immer schon interessiert! 🙂 Aber wie verdienst du damit Geld? Ist das so wie bei YT, dass du dann von Blogger Geld bekommst oder wie genau funktioniert das? 🙂

    Liebe Grüße!

  5. Jana

    23 August

    Oh sehr interessant, das wusste ich gar nicht. Ich dachte immer, nur wenn man so etwas regelmäßig macht also mit Gewinnspielen usw muss man den Blog anmelden. Meinst auch, wenn man bei Blogg dein Buch mitmacht z.B.? Bin grad total verunsichert 😀

  6. also ich war promoterin, selbstständig und bin selbstständige immo maklerin und ich seh nicht wirklich den sinn darin den blog als gewerbe anzumelden.. ich hab auch noch nie gehört dass es ärger gibt wenn man das nicht tut, überleg mal wieviele blogger es gibt. die werden wohl kaum alle steuerlich gemeldet sein und ich glaub nichtmal die großen blogger mit 5000 lesern sind das…

  7. Ich hab schon länger einen Gewerbeschein, wegen Promojobs und Modeln. Hat bei mir 40 € gekostet aufm Amt 🙁

    Liebste Grüße

    Andrea

    http://andysparkles.blogspot.de/
    http://www.facebook.com/andysparkles.blog

  8. ekule le

    24 August

    Danke für den super Beitrag! Ich finde es toll, dass du solche Posts verfasst – hilft mit Sicherheit einigen 🙂 Liebe Grüße

  9. Ich habe meinen Blog 2012 auch als Gewerbe angemeldet. An sich klingt es ja lächerlich seine „Internetseite“ als „Firma“ anzumelden. Aber es gibt genug Anwälte die danach suchen und letztendlich macht man sich wirklich Strafbar damit. Genauso wenn man kein richtiges Impressum hat – Kostenpunkt liegt alleine wegen eines simplen Schreiben bei ca. 300€ – eigentlich ebenfalls lächerlich.
    Ich habe das ganze beim Steuerberater abrechnen lassen, da wir dort eh unsere Steuern machen lassen. Mein Steuerberater kümmert sich komplett um meinen Blog, sprich alles vom Finanzamt, etc läuft über ihn. Steuern musste ich keine bezahlen – jedoch die Abrechnung für den Steuerberater und die lag bei knapp 150€ nur für den Blog. Aber ich hätte auch nicht gewusst wie ich das ganze Abrechne. Trotz selbst beim „Amt“ zu sein, habe ich bei dem Steuerbescheid (den ausgefüllten vom Steuerberater) nicht durchblicken können 😀
    Für mein Gewerbeschein habe ich übrigens ebenfalls 20€ bezahlen müssen.

  10. Lara.

    25 August

    Hallo Vita,
    ich melde meinen Blog jetzt auch an 🙂
    Wollte dich nur Fragen, hast du den Blog als „Handwerk“ angegeben?

    Alles Liebe & freue mich auf ne Antwort.

  11. nicht zu vergessen das du auch unter 17500€ steuern zahlen mußt, nämlich einkommenssteuern. zusätzlich können noch gebühren der handwerkskammer/IHK sowie der Berufsgenossenschaft auf dich zukommen

  12. „Ja, deshalb hab ich ja geschrieben, dass ich noch nicht weiß wie viel ich werde Zahlen müssen 🙂 aber ich habe einen einkommenssteuerrechner benutzt und da war ich auch unter der Grenze ab welcher man Zahlen muss. Lg, Vita“

    war mir nur wichtig zu sagen, weil wenn man arbeiten geht ist es fast immer so das man dann auf die zusätzlichen einkünfte steuern zahlen muß 😀

  13. Viola

    25 August

    Danke für deinen Kommentar 🙂
    Dieser Post ist wirklich interessant und schön zusammengefasst!

  14. Marlene

    26 August

    Oh, das ist ein richtig hilfreicher Beitrag!
    Gefällt mir super gut!
    Man weiß immer so wenig über die Gründung eines Gewerbes, da ist es wirklich toll, darüber mal ein wenig aufgeklärt zu werden und das ist dir auch richtig gut gelungen! 🙂

    Alles Liebe,
    Marlene

  15. Christin

    29 August

    Super interessant. Danke für die Infos 🙂

  16. Julia

    15 Oktober

    Gilt man dann eigentlich als selbstständig? Das könnte doch Nachteile mit sich bringen falls man mal arbeitslos wird…

  17. AZI ZA

    27 November

    Sehr hilfreicher Post! Danke!
    LG Aziza
    http://berlin-capital-life.blogspot.de/

  18. Sabrina Mohr

    11 Februar

    Ein sehr hilfreicher Post, ich bin froh, dass ich den gerade bei dir gefunden habe! 😀 Ich denke nämlich auch gerade darüber nach, meinen Blog als Gewerbe anzumelden, weil ich die erste Anfrage eines Shops bekommen habe, für die einen bezahlten Artikel zu schreiben. Wenn ich das mache, müsste ich natürlich eine Rechnung schreiben und damit fängt der Salat an. 😀 Ich habe gerade eine eMail ans Finanzamt geschrieben, aber vielleicht kannst du mir ja auch ein, zwei Fragen beantworten (die Antwort vom Amt dauert bestimmt ein paar Tage länger^^).

    Verstehe ich es richtig, dass ich zwar keine Gewerbesteuer zahlen muss (wenn ich unter 17.500 Euro im Jahr bleibe), aber dass ich auf jeden Fall Einkommenssteuer für meine Blogtätigkeit zahlen muss? Und ist es korrekt, dass ich, wenn ich eine Rechnung ausstelle, keine Umsatzsteuer ausweise?

    Kannst du mir diese zwei Fragen beantworten? Das würde mir schon sehr, sehr, sehr helfen!! 🙂

    Lieben Dank im Voraus & LG
    Sabrina
    Happiness-Is-The-Only-Rule

  19. das ist ein sehr interessanter post, vielen dank dafür! ich möchte meinen blog nämlich auch bald als gewerbe anmelden. Aber Einkommensteuer muss man doch zahlen, oder?

  20. kati

    11 März

    vielen Dank für deinen hilfreichen Post! morgen werde ich meinen blog auch als gewerbe anmelden, dein beitrag hat einige fragen geklärt, danke 🙂
    liebst kati♥

  21. Jean

    19 April

    Hallo Vita,
    vielen Dank für den informationsreichen Artikel! Deine Schilderung ist wirklich gut! Ich habe schon ein paar andere Artikel über das Thema gelesen, aber nur aus deinem geht so genau hervor, wann man ein Gewerbe anmelden muss. Das schafft Klarheit, total super! Jetzt weiß ich Bescheid 😉
    Alles Liebe,
    Jean

  22. Emma

    11 Mai

    Ich habe meinen Blog auch als Gewerbe angemeldet und dein Post dazu war mehr als eine große Hilfe, danke dafür 🙂

    Nur Blicke ich da irgendwie nicht so ganz durch .. Muss ich nicht nach einem Jahr eine Art Erklärung abgeben wie viel ich tatsächlich mit meinem Blog verdient habe ? Weisst du zufällig wie das abläuft ? Freue mich über deine Antwort

    xxx BRWN

  23. Lisa

    12 Juli

    Wirklich ein super interessanter Beitrag!
    Das habe ich mich schon immer gefragt, wie das abläuft – auch wenn ich davon noch seeeehr weit entfernt bin ist es gut zu wissen, wie es ablaufen sollte, FALLS es überhaupt mal dazu kommen sollte, ein Gewerbe anmelden zu müssen.

    Liebe Grüße
    Lisa

  24. Jules

    11 Januar

    Gewerbeschein habe ich auch schon länger, Anmeldung und Formalitäten waren unkompliziert und mit 25€ (Hessen) auch nicht überteuert. Damit ist man einfach auf der sicheren Seite…

  25. […] nachlesen: 5 SEO Tipps, oder bei Julia 10 Ideen für deinen nächsten Blogpost  und bei Vita wie du deinen Blog als Gewerbe anmeldest. Bei Brini könnt ihr nachlesen, wie ihr ein Blog Backup erstellt! designinhaltmedia kit […]

  26. Anna

    5 Februar

    Es ist für mich immer noch komplizierte Frage. Ich bin Ausländerin, und keine Ahnung wie es ist abläuft… Ich überlege ob Ich kann in meine Heimat sowas wie Gewerbe anmelden… Dann brauche Ich Bankkonto in meiner Heimat und kein Impressum.

  27. Carolin

    20 November

    Sehr interessanter Beitrag! Ich habe meinen Blog noch immer nicht als Gewerbe angemeldet. Vielleicht sollte ich das nun wirklich mal abgehen.

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