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Body Positivity: Zwischen Selbstoptimierung und Selbstakzeptanz

Ertappst du dich selbst dabei, dass du vor dem Spiegel stehst und unzufrieden mit deinem Aussehen bist? Die Hüften findest du zu breit, die Beine zu kurz und den Po zu klein?

Du stellst dir die Models und Popstars vor, die du täglich in den Medien zu Gesicht bekommst und wirst unglücklich. Gleichzeitig sagen aber genau diese Stars, dass man sich doch so lieben soll, wie man ist. Wenn das nur so einfach wäre.

Wenn du eine Zeitschrift in die Hand nimmst, wird auf der Titelseite die neueste Diät angepriesen. Direkt daneben liest du, dass Frauen sich akzeptieren sollen. Denn nichts ist so sexy, wie eine selbstbewusste Frau.

 

Was uns die Gesellschaft vorgibt

Wir befinden uns in einer Gesellschaft, die einerseits propagiert, dass Selbstakzeptanz essentiell ist und man nur so mit sich selbst im Reinen sein kann. Gleichzeitig werden die Prozeduren zur Selbstoptimierung immer skurriler.

Beine rasieren, Haare färben und Make-Up gehören da schon längst zu den Alltäglichkeiten. Während wir also Tag ein, Tag aus zu hören bekommen, dass wir gar nicht an uns ändern müssen, sollen wir eigentlich alles an uns ändern.

Body Positivity-Bewegung

Die Body Positivity-Bewegung ruft uns aus, endlich zu unseren Aknenarben, Besenreißern und Schwangerschaftsstreifen zu stehen. Dennoch sehen wir in den seltensten Fällen genau solche Beispiele. Die Realität wird beschönigt und gesellschaftsfähig gemacht.

Selbstakzeptanz scheint nur durch den Weg der Selbstoptimierung möglich zu sein. Du darfst dich erst akzeptieren, wenn du jeden Teil deines Körpers optimiert hast. Und natürlich darfst du das auch. Wieso solltest du die Möglichkeiten nicht nutzen?

 

 

Neben Epilationen, Haarverlängerungen, Maniküre und Pediküre sind Schönheitsoperationen bereits im alltäglichen Leben angekommen. Viele Lebensbereiche werden uns mit dem Fortschritt erleichtert. Jedoch scheinen sie gleichzeitig, schwer auf unseren Schultern zu liegen.

Der Druck der Selbstoptimierung

Der Druck der Selbstoptimierung trifft uns täglich in Form der Medien. Und wir wollen uns fügen. Wir biegen, drehen und strecken uns danach. Nur um einem Ideal nachzueifern, welches uns auferlegt wird.

 

 

Doch zu dünn, zu dick, zu groß, zu klein. Das alles gibt es nicht. Man kann sich nur zu dick oder zu dünn fühlen, aber in den seltensten Fällen ist man es auch wirklich. Jeder Körper hat seine Daseinsberechtigung und jeder Körper ist individuell.

Weitere Beiträge zu dem Thema:


Vita schreibt über ihre Erfahrungen und Erlebnisse als junge Frau. Sie erzählt seit 2012 von ihren Lieblingsmomenten, Wünschen und Rückschlägen. Der Blog "Vita Corio" ist ein persönlicher Lifestyle Blog, welcher Vita über all die Jahre hinweg begleitet.

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  1. Jenni

    15 November

    Du sprichst ein total wichtiges Thema an – danke dir für den Anreiz, sich wieder und immer wieder Gedanken über dieses Paradox zu machen. Ich würde jetzt (da man ja auch immer darauf getrimmt wird, nach Lösungen für Probleme zu suchen und andernfalls die Sache nicht abgehandelt worden ist) gerne nach den möglichen Auswegen aus diesem Dilemma fragen. Aber auf der einen Seite kennen wir alle die Antworten schon längst (theoretisch, nicht praktisch) – und auf der anderen gibt es keine eindeutigen Lösungen dafür.
    Somit ist das Nachdenken über diese Thematik bereits Teil eines wie auch immer gearteten Auswegs – wie so oft. 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

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