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Wäre ich ein Fashionblogger…

Wäre ich ein Fashionblogger…

Fashionblogger

Wäre ich ein Fashionblogger würde ich mich täglich mit den gewagtesten Outfits in den Alltag stürzen. Ich würde jeden Trend mitgehen und keine Angst haben, dass meine Figur es nicht zulässt. Wenn ich ein Fashionblogger wäre, würde ich jede Kombination einmal ausprobieren.  Maxi Dresses, Camisoles, Skorts und all die anderen It-Pieces befänden sich in meinem Kleiderschrank.  Auf der Fashion-Week würde ich mit meinen Outfits die Massen spalten und ich bräuchte mindestens zwei Koffer, wenn ich verreise. Als Fashionblogger würde ich jedes Outfit festhalten und es zumindestens auf Instagram präsentieren. Ich wäre ein Insider und würde alle kommenden Trends schon vorher kennen, ob diese auf Messen gezeigt werden, während Bloggertreffen oder durch andere Fashionblogs. Als Fashionblogger wäre mein Kleiderschrank wohl immer voll und ich könnte auf tolle Designermode sparen.

Ach wie schön wäre es, ein Fashionblogger zu sein. Aber das bin ich nicht. Ich bin das Mädchen von nebenan.

Mit netten alltäglichen Outfits. Die man wirklich im Alltag tragen kann. Ohne Angst, dass etwas verrutscht oder doch zu gewagt ist. Ich bewundere die Fashionblogger. Für ihre Kreativität. Für ihre Stilsicherheit. Und für ihren Mut zu sich zu stehen. In jeder Situation. Wie gern würde ich das auch können. Aber wenn ich vor dem Kleiderschrank stehe, möchte ich lieber das bequeme, unauffällige Outfit wählen. Denn heute will ich nicht unnötig viele Augen auf mich gerichtet sehen. Ich möchte in der Masse untergehen. Eins damit werden. Hin und wieder nehme ich Reißaus. Dann trage ich das It-Piece mit Stolz und genieße die Blicke. Aber nur hin und wieder. Täglich würde mein Selbstbewusstsein das nicht ausshalten. Es muss sich nach so einem Tag erst erholen und wieder zu sich kommen, bis ich in ein paar Tagen oder auch Wochen wieder zum gewagten Trend greife. Weil an diesem Tag nichts zählt, außer aufzufallen. Heute möchte ich es. Morgen wieder nicht.

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Vita schreibt über ihre Erfahrungen und Erlebnisse als junge Frau. Sie erzählt seit 2012 von ihren Lieblingsmomenten, Wünschen und Rückschlägen. Der Blog "Vita Corio" ist ein persönlicher Lifestyle Blog, welcher Vita über all die Jahre hinweg begleitet.

  1. Zara-Janina

    17 September

    Ich finde deinen Text sehr schön, aber denke du setzt da falsch an.

    Sind Outfits, die man wirklich (!) auf der Straße (und im Alltag) tragen kann, nicht viel mehr „Fashion“, als ein Look mit dem man zwar Aufsehen erregt, aber der nicht wirklich ästhetisch anzusehen ist?!

    Und sind Menschen, wie du und ich, die regelmäßig mit unseren „Normalo-Looks“ Menschen inspirieren nicht die „wahren“ Fashionblogger?

    Gerade das war doch, was Fashion-Blogs einst so speziell gemacht hat – das man eben nicht völlig untragbare Looks, wie vom Laufsteg, sieht, sondern das, was Mann und Frau wirklich auf der Straße tragen. :-)

    Liebe Grüße,
    Zara-Janina

    • Vita

      17 September

      Hey Zara-Janina,
      da hast du auch wiederrum Recht! Ich sehe in letzter Zeit nur auf vielen Blogs, die sich von diesem Konzept abwenden und sich immer mehr in der Art der Fashionwelt im Sinne von NYFW etc. einkleiden. Ich versuche deshalb immer wieder Blogs zu finden, die auf dem Boden geblieben sind und tragbare Kleidung zeigen.

      Vielen Dank für deinen Kommentar :)

    • Emma

      17 September

      Ich stimme dir da vollkommen zu :)

  2. Caroline

    17 September

    Liebe Vita,

    ich finde deinen Beitrag klasse!
    Was interessieren überkanditelte Fashion Outfits wenn Sie eh fast keinem stehen.
    Die Natürlichkeit und die Authentizität ist das was zählt!

    Die Kette von Libellenblüte (http://libellenbluete.dawanda.com) passt einfach zu jedem Outfit. :))) I IIKE :-)

    Liebe Grüße
    Caroline

  3. Mareike

    17 September

    Ich sehe es ähnlich wie Zara-Janina. Wie definiert man Fashion-Blogger? Ich denke nicht, dass es da eine klare Definition gibt. Und ich habe schon von so vielen „Fashion-Bloggern“ gelesen, dass sie für ihren Blog diese Outfits tragen, aber eben nicht im Alltag. Das, was wir auf den Blogs sehen, hat im wenigsten Fall etwas mit der Realität zu tun. Aber nicht nur. Viele zeigen ja ihre alltäglichen Outfits und sind trotzdem Fashion-Blogger und dein Blog lebt ebenso von einer Vielzahl an Outfits und Fashion-Kram. Also bist du ein Fashion-Blogger. Ob du willst, oder nicht. So sehe ich es.

  4. Ruth

    17 September

    Ein super Post.
    Mich hat das Bloggen allerdings eher dazu bewegt viel mutiger zu werden und auch mal extravagant auf die Straße zu gehen.
    Es gibt auch Blogs, die extrem extravagant sind, die ich aber dennoch einfach toll finde :)

  5. Sabrina

    18 September

    Also, ich glaube ja, dass viele „Fashion-Blogger“ ihre hippen und außergewöhnlichen Teilchen nur für ihre Fotos tragen und dass sie im Alltag auch eher „gewöhnliche“ Klamotten wählen.^^ Außerdem finde ich dein süßes Blümchen-Kleid wirklich schön und absolut modisch! :-)

    LG, Sabrina
    Happiness-Is-The-Only-Rule

  6. Sabine

    18 September

    Ach, deshalb mag ich dich. Weil du dich nicht „Fashionbloggerin“ nennst, obwohl es Leute gibt, denen dieses Attribut viel weniger zustünde und die es trotzdem tun!
    Ich finde auch, dass dieser immer-in-it-pieces-gekleidet-Hype unnötig ist. Schöne, tragbare Alltagsmode ist doch toll! Und noch toller ist es, wenn ich diesen Look dann ab und zu mal, wenn ich lange gespart habe oder mich etwas trauen will, mit etwas Ausgefallenem oder einem Designerstück aufwerten kann. Denn hätte ich zwei Louis Vuitton Taschen, drei Moschino-Gürtel und vier abgefahrene Blazer zur Auswahl – wäre das dann noch etwas Besonderes?

  7. Evy

    20 September

    Was mich an Fashion- und vielen Food-Fashion-Bloggern stört ist, dass sie jedes Outfit 10x fotografieren müssen. Es wird dadurch nicht schöner :-)

    Ich stehe mehr auf Harmonie als auf Extravaganz – keine verrückten Kombis, nur die Farben und Materialien müssen zueinander passen :-)

  8. bknicole

    20 September

    Wirklich ein toller Post, jedoch bin ich der Meinung von Zara-Janina. Ich selbst mag auch einfach mehr Fashionblogs, deren Outftis ich auch umsetzten und in meinen Alltag integrieren kann, denn ich glaub keiner geht in die Schule, als würde gerade den Laufsteg hinunter laufen. Das wäre leicht übertrieben. Für sowas greift man einfach zu alltäglicheren Dingen und auch lässigeren Kombinationen. Anstatt die High Heels wählt man die Sneakers. Persönlich versuche ich ja in meinen Outfitposts auch immer tragbar Kombinationen zu zeigen, die noch am Boden geblieben sind und nicht wie aus einem Mode Magazin wirken.

    Dein Kleid auf den Bildern finde ich übrigens sehr hübsch. Steht dir auch ganz klasse ;).

  9. beccs@ruhrstyle

    23 September

    Hey, ich bin gerade auf deinen Blog gestoßen und dieser Beitrag hier hat mich sofort gefesselt.

    Ich kann mich den anderen nur anschließen.

    Du musst nicht wer weiß was für Lables tragen oder wer weiß wie extravagant sein um über Fashion zu bloggen. Sei du selbst, trag was dir gefällt und du wirst durch deine Authenzität überzeugen. Du wirst Menschen erreichen, die sich freuen alltagstaugliche Looks präsentiert zu bekommen.

    Viele liebe Grüße
    Beccs von http://www.ruhrstyle.com/

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