Alle Sieben Jahre, sagen sie

Menschen ändern sich. Sie wachsen, sie zweifeln, sie erleiden Rückschläge. Mit den Jahren ändern sich ihre Umgebung, ihre Bekannten, ihre eigenen Einstellungen. Und somit auch sie selbst. Früher oder später.

Hätte man mir vor einigen Jahren gesagt, wie ich zu einigen Situationen denken, in bestimmten Momenten fühlen oder bestimmte Handlungen tun würde, ich hätte nichts davon geglaubt. Wo ich noch vor wenigen Jahren etwas bejaht habe, verneine ich es nun. Ich stimme heute zu etwas zu, während ich früher davor zurückgeschreckt wäre. Und dabei schleicht sich mir immer wieder diese eine kleine Frage in den Kopf: „Bin ich eigentlich noch ich selbst?“

Erst letztens meinte jemand zu mir, dass sich ein Mensch alle sieben Jahre ändert. Sowohl die Psyche als auch der Körper. Die einen nehmen ab, die anderen kriegen unreine Haut und die letzteren haben komplette Sinneswandlungen. Wenn ich selbst zurückblicke, dann bemerke ich die Änderung ab meinem 14. Lebensjahr. Allein die Pubertät ist wohl der beste Beweis. Und nun habe ich wieder das Gefühl, dass dieser Zeitpunkt gekommen ist.

In einem halben Jahr werde ich 21 und es fühlt sich so an, als würde ein neuer Mensch in mir selbst heranwachsen. Ich fühle anders, denke anders, handele anders. Wenn ich nicht immer noch so einen Kopf voller Gedanken hätte, würde ich es am Ende des Tages vielleicht gar nicht merken. Vielleicht wäre die Veränderung dann noch schleichender, sie würde unbemerkt an mich herantapsen.

Irgendwo da in mir drin, da bin ich. Aber ich wandele mich. Und in sieben Jahren wandele ich mich vielleicht erneut. Dann gibt es vielleicht wieder eine neue Variante meiner Selbst. Eine, die meiner alten vielleicht mehr ähnelt, oder eine, die kaum anders ist, als diejenige, die gerade entsteht.

Vielleicht bemerkt aber auch niemand die Veränderung in mir, außer mir selbst. Vielleicht spielt sich das Ganze auch nur in meinem Kopf ab und die Auswirkungen sind nicht zu sehen. Vielleicht.

 


Vita schreibt über ihre Erfahrungen und Erlebnisse als junge Frau. Sie erzählt seit 2012 von ihren Lieblingsmomenten, Wünschen und Rückschlägen. Der Blog "Vita Corio" ist ein persönlicher Lifestyle Blog, welcher Vita über all die Jahre hinweg begleitet.

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  1. Tolles Thema und toller Text!
    Da ist wohl wirklich was dran an der 7 Jahres Theorie. Mit 7 verändert man sich, da man in die Schule kommt. Mit 14 Jahren bist du in der Pubertät, mit 21 Jahren bist du erwachsen und bis mitten im Studium/in der Ausbildung, mit 28 Jahren denkst du solangsam an heiraten, Kinder bekommen (also kann man ja nicht verallgemeinern) usw. Also alle sieben Jahre gibt es wirklich so Punkte, die man macht und in denen man sich verändert.
    Ich finde jedoch, dass man es in den Jahren nicht wirklich merkt wie man sich verändert, doch wenn ich zurückblicke kann ich genau die o.g. Punkte sehen und analysieren. Denn ich kann mir jetzt mit 23, bald 24 Jahren z.B. mit 28 gut vorstellen Kinder zu bekommen ;)
    <3

  2. Super schön geschrieben! <3

    Chiara

    http://www.culturewithcoco.com

  3. interesting photography

  4. Sarah

    14 Dezember

    Schön geschrieben :) In den nächsten Jahren wird noch sooo viel in deinem Leben passieren und du wirst dich wahrscheinlich noch ein paar Mal öfter, als alle 7 Jahre verändern und das ist auch gut so ;) Zumindest ging es mir so und ich glaube selbst ich, mit Mitte 20 werde mich noch einige Male verändern :)

    Alles Liebe,

    Sarah

    http://www.liebreizend.com

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